Gesundheits-Knigge für Kleinkinder im Freibad

30.07.2022. Wie Eltern ihre Kleinen beim Planschen schützen können. Eins vorweg: Was Kleinkindern bei Weitem am meisten an einem für sie langen Freibadtag zusetzt sind Sonnenbrand (bei mangelhaftem Sonnenschutz), Überhitzung […]

30.07.2022. Wie Eltern ihre Kleinen beim Planschen schützen können.

Im Planschbecken zunächst waten, dann baden und planschen!

Eins vorweg: Was Kleinkindern bei Weitem am meisten an einem für sie langen Freibadtag zusetzt sind Sonnenbrand (bei mangelhaftem Sonnenschutz), Überhitzung (bei schlechtem Zeit-Management), sowie Dehydratation, das heißt Flüssigkeitsmangel durch zu wenig Trinken.

Dagegen sind Magen-Darmprobleme (Erbrechen und Durchfall) nach Aufenthalt im Planschbecken, welches regelmäßig auf seine Hygienewerte hin untersucht und überwacht wird, eine echte Rarität. Sind doch solche Symptome, zumal wenn diese erst mehrere Tage nach dem Schwimmbadbesuch aufgetreten sind, in der Regel nicht mehr zuzuordnen. Gastroenteritis tritt in den überwiegenden Fällen dann auf, wenn suspekte Speisen oder Getränke zu sich genommen worden sind.

Hier sind wertvolle Hinweise für Eltern, wie man sich sicher mit Kleinkind im Freibad zu verhalten hat, um Stress und Unwohlsein zu vermeiden. Ein Besuch am Planschbecken soll schließlich für Kind und Eltern vor allem Spaß machen!

Zehn Tipps für Kleinkinder im Schwimmbad (ohne Garantie für Vollständigkeit!)

Besonders Kleinkinder, die oft mehrere Stunden im Planschbecken verbringen, können bei Missachtung folgender Regeln gesundheitliche Schäden davontragen. Damit die Stunden im Freibad zu Spaß und Erholung, und nicht zu Stress für Kind und Eltern werden, sind folgende Regeln zu empfehlen:

1. Nur gesunde Kinder gehören ins Schwimmbad; erst zuhause auskurieren, dann ist danach ein Badespaß garantiert.

2. Auch wenn das Wasser in Becken strengen hygienischen Regeln und Kontrollen unterliegt, sollte es nicht zum Trinken animieren. Gelegentlich Wasser in Mund und Nase lässt sich jedoch nur schwer vermeiden, trotzdem: Vorsicht!

3. Auch wenn das Planschbecken im Schatten liegt und auch sonst schattige Plätze vorhanden sind, sollten Kinder von Anbeginn mit geeignetem Sonnenschutz versorgt werden. Auch bei Bewölkung können UV-Strahlen gerade der jungen, zarten Haut empfindlich schaden. Ein Sonnenhut mit Nackenschutz ist ebenso wie Badeanzug im Freibad ein Muss.

4. Ausreichend Getränke (bevorzugt Tee und Wasser) bereithalten und die Kinder zwischendurch immer mal dazu animieren. Hungrige Kinder neigen zum Quengeln und können zu Spaßbremsen werden.

5. Kinder stets selbst im Auge behalten, damit der Unfallsanitäter keinen Einsatz hat. Keiner passt auf das Kind besser auf als man selbst.

6. Auch mit aufblasbaren „Schwimmhilfen“ sind Kinder nicht ausreichend sicher und sollten stets beaufsichtigt werden.

7. Wenn Kleinkinder noch an ein Mittagsschläfchen gewöhnt sind, sollte man ihnen auch im Freibad zumindest die Möglichkeit zu einer Siesta geben.

8. Badezeit im Wasser begrenzen! Auch bei angenehmen Wassertemperaturen und gefühlt warmer Luft können Kleinkinder bei nasser Haut und Textilie leicht auskühlen. In den „Wasserpausen“ gehören Kleinkinder abgetrocknet.

9. Kinder vergessen beim Spiel schon mal die Kontrolle über ihren Urin. Daher sollte man mit ihnen regelmäßig zur Toilette gehen. Auch sollte man den Effekt von so genannten Schwimmwindeln nicht überbewerten!

10. Bevor es überhaupt los geht sollten Kinder vor dem Baden geduscht werden. Keiner will Krankheitserreger einschleppen. Auch nach dem Baden (nicht erst zuhause) wird geduscht, denn niemand will Keime mit nach Hause nehmen.

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